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Zwischen Flexibilität und Sicherheit: Jobsharing im KMU

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Zwischen Flexibilität und Sicherheit: Jobsharing im KMU

Flexible Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehören heute in vielen Stellenbeschrieben zum guten Ton. Dr.Meyer setzt viel daran, diesen Bedürfnissen im Alltag nachzukommen. Livia Aeberhard und Ramona Kunz testen im Jobsharing deshalb ein Arbeitszeitmodell, dass genau diese Flexibilität ermöglichen soll.

Flexibilität und Sicherheit – die Krux mit Vereinbarkeit

„Wie viele andere werdende Mütter habe ich mir bereits während der Schwangerschaft Gedanken darüber gemacht, wie mein Berufsleben als frischgebackene Mama aussehen wird“, erinnert sich Livia Aeberhard. Sie arbeitet seit 14 Jahren bei Dr.Meyer und betreut als erfahrene Immobilienbewirtschafterin ein breites Portfolio. „Einerseits wünschte ich mir die Sicherheit einer Anstellung, am liebsten in meiner vorherigen Funktion. Andererseits wusste ich nicht genau, was mich als Mutter erwarten würde. Die Herausforderung lag für mich darin, eine Balance zwischen Sicherheit und Flexibilität zu finden.“

Auch Ramona Kunz betreut bei Dr.Meyer seit fast sieben Jahren ein anspruchsvolles Portfolio: „Für mich war lange nicht klar, wie es nach meinem Mutterschaftsurlaub weiter gehen sollte. Mein Portfolio, das ich bis kurz vor meiner Geburt betreute, würde es bei meiner Rückkehr nicht mehr in dieser Form geben. Für mich war das eine herausfordernde Situation, insbesondere weil ich unbedingt weiterhin bei Dr.Meyer arbeiten wollte.“

Jobsharing im KMU?

Bei Dr.Meyer war es lange Zeit so, dass werdenden Müttern erst nach dem Mutterschaftsurlaub ein konkretes Job-Angebot gemacht werden konnte. Auch war es nicht möglich, ein Portfolio in einem Teilzeitpensum zu führen. Aus Sicht des Unternehmens ist das nachvollziehbar. Aus Sicht der Arbeitnehmerin hingegen, stellt diese Ausgangslage oftmals eine Herausforderung dar.

Ramona fasst die Lage so zusammen: „Livia und ich waren beide in der Situation, dass wir nicht wussten, ob und zu welchen Bedingungen wir bei Dr.Meyer weiterarbeiten können. Ich wusste nicht genau über Livias Situation Bescheid und sie auch nicht über meine. Dementsprechend kam es für uns beide gleichermassen unerwartet, als wir zu einem Gespräch mit der Personalabteilung eingeladen wurden.“

„Ich wusste nicht genau, was mich bei diesem Gespräch erwartet“, erinnert sich Livia. „Mit dem Vorschlag zum Jobsharing habe ich überhaupt nicht gerechnet. Natürlich war mir das Konzept bekannt, ich habe aber nicht damit gerechnet, dass Dr.Meyer so proaktiv mit dieser Lösung auf Ramona und mich zu kommt: Denn Job Sharing ist in den KMUs der Immobilienbranche noch nicht sonderlich verbreitet.“

Eine Win-win-Situation

„Eigentlich schade, dass dieses Arbeitszeitmodell noch nicht so weit verbreitet ist, es profitieren sowohl die Arbeitgeberin als auch die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen“, findet Ramona. „Klar am Anfang braucht es etwas Zeit, bis sich die Zusammenarbeit einpendelt, aber der Aufwand ist übers Ganze gesehen sicherlich geringer als wenn jemand neu eingearbeitet werden muss.“

„Wir haben es in unserem Fall so gelöst, dass wir eine gemeinsame Team-Mailbox führen, so wissen wir immer Bescheid, welche Pendenzen anstehen. Weiter haben wir einen fixen wöchentlichen Termin, um uns auszutauschen und um uns über den Stand laufender Projekte zu beraten. Diese Struktur und die internen Prozesse haben wir selbst aufgeteilt, einzige Vorgabe seitens Dr.Meyer ist es, dass unsere Kundinnen und Kunden nach wie vor gut betreut sind und immer jemand erreichbar ist.“

„Dass uns seitens Dr.Meyer so viel Raum zur Flexibilität geboten wird, zeugt für mich von grossem Vertrauen und einer gesunden Unternehmenskultur“, ergänzt Livia. „Ich schätze es sehr, dass ich so viel Verantwortung übernehmen kann, auch wenn ich ’nur‘ Teilzeit arbeite. Und wie Ramona schon gesagt hat, profitiert Dr.Meyer als Arbeitgeberin auch von dem Modell: Einerseits ist doppeltes Fachwissen in einer Position vereint, andererseits ergänzen wir uns gegenseitig mit unseren jeweiligen Stärken.“

Über Livia Aeberhard

2005 – 2008 Kaufmännische Ausbildung Treuhand & Immobilien

Aug. 2008 – Apr. 2014 Sachbearbeiterin Buchhaltung Dr.Meyer Immobilien AG

Okt. 2012 – Dez. 2012 Sprachaufenthalt Toronto

Apr. 2014 – Dez. 2015 Sachbearbeiterin Bewirtschaftung Dr.Meyer Immobilien AG

Dez. 2015 bis heute Immobilienbewirtschafterin mit eidg. Fachausweis

Über Ramona Kunz

2010 – 2013 Handelsmittelschule Freiburg mit Berufsmaturität

Aug. 2011 – Aug. 2013 Praktikum Berufsmaturität, Unico Data AG, Münsingen

Dez. 2013 – Nov. 2015 Rezeptionistin Hotel Murten AG, Murten

Nov. 2015 – Jul. 2017 Sachbearbeiterin Dr.Meyer Immobilien AG

Aug. 2017 bis heute Immobilienbewirtschafterin mit eidg. Fachausweis

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